Nach dem feierlichen Königsempfang im Rathaus und dem Fahnenschwenken auf dem historischen Marktplatz setzt sich der Gildeumzug in Bewegung. Angeführt von der Ordonanz und begleitet von den Klängen der Stadtkapelle marschieren der Vorstand, die amtierende Majestät mit ihren Ministern, zahlreiche Ehrengäste sowie die Schützen durch unsere kleine Marschenstadt.
Zunächst begibt sich der Gildezug zum Ahsbahs Stift, um den dort lebenden Senioren eine Freude zu machen. Vier Fahnenschwenker zeigen ihr Können und führen auch den traditionellen Zitronenwurf aus. Dabei darf eine der Seniorinnen oder einer der Senioren die Zitrone übergeben – eine besondere Ehre. In diesem Jahr wurde sie Waltraut Knapp zuteil, deren verstorbener Ehemann die Fahnenschwenker über viele Jahre hinweg als Tambour begleitet hat.
Ein besonderes Merkmal dieses Umzugs sind die sogenannten „Einkehren“ – kurze, aber festliche Zwischenstopps beim Ältermann, beim Bürgermeister und beim Hauptmann. Währenddessen werden die Schützen „privat betreut“: Gildeschwestern und Gildebrüder versorgen die Schützen mit einer kleinen Stärkung. Für diese herzliche Gastfreundschaft bedankt sich die Gilde ganz besonders!
Der Umzug endet schließlich auf dem Marktplatz. Dort endet auch am frühen Nachmittag offiziell die Amtszeit der aktuellen Majestät. In einem symbolischen Akt ruft der Ältermann die „Zeit der freien Liebe“ aus – eine Phase ohne königliche Regierung, die bis zur Ermittlung des neuen Königs andauert.
Ab 15:00 Uhr beginnt das Schießen auf die Königsscheibe. Jeder Gildebruder hat die Möglichkeit, beliebig viele Schüsse abzugeben. Um 17:00 Uhr wird durch einen kleinen Kreis des Vorstandes mithilfe technischer Auswertung die „beste 12“ ermittelt. Der glückliche Schütze wird daraufhin über seine neue Würde als Majestät der Alten Kremper Stadtgilde informiert.





















