Mit drei kräftigen Zepterschlägen eröffnete Ältermann Kai Borchert pünktlich um 20 Uhr die Generalversammlung der Alten Kremper Stadtgilde von 1541 e.V. und begrüßte die über 70 erschienenen Gildeschwestern und Gildebrüder im Sitzungssaal des Rathauses. Für besonderen Applaus sorgte die Bekanntgabe, dass die Vierwochenversammlung beschlossen hat, auch im Jahr 2026 das traditionelle Gildefest auszurichten.
Gildeschreiber Marco Mein berichtete u.a. über die Entwicklung der Mitgliederzahlen. Seit dem vergangenen Gildefest konnten 15 neue Mitglieder in die Gilde aufgenommen werden. Es waren allerdings auch 14 Austritte zu verzeichnen. Besonders herzlich begrüßt wurden jene Gildeschwestern und Gildebrüder, die erstmals an einer Generalversammlung teilnahmen. Als Zeichen des Willkommens erhielten sie einen speziellen Kremper Bittern, der von Fahnenschwenkerobmann Christian Keppner vorbereitet worden war. Anschließend überreichte Hauptmann Eike Stührwoldt den neuen Gildebrüdern die Hellebarden, damit sie am Gildemontag erstmals im Festumzug mitmarschieren können.
Für einen besonderen Programmpunkt sorgte Gildebruder Bernd Schwartkop mit einem Vortrag der etwas anderen Art. Mit viel Humor präsentierte er seine Gedanken darüber, wie das Fahnenschwenken und der Zitronenwurf einst entstanden sein könnten. Die augenzwinkernden Ausführungen waren zwar nicht ganz ernst gemeint, sorgten aber für zahlreiche Lacher und beste Unterhaltung unter den anwesenden Gildeschwestern und Gildebrüdern.
Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgten einige Tamboure mit Unterstützung von Gildebruder Knut Liedtke sowie „Thomas und Die Drei Tenöre“. Mit ihren Liedbeiträgen schufen sie eine stimmungsvolle Atmosphäre und trugen zu einem gelungenen Verlauf der Generalversammlung bei.
Am Schluss der Versammlung gab Ältermann Kai Borchert bekannt, dass der Vorstand mit einer möglichen Ausnahmegenehmigung die Grundlage geschaffen hat, dass auch Frauen die Königswürde erlangen können (s. Bericht „Königswürde auch für Frauen möglich“). Eine lebhafte Diskussion schloss sich dieser Mitteilung an.













