Vierwochenversammlung 2022

Pünktlich um 20:00 Uhr eröffnete der Ältermann die diesjährige Vierwochenversammlung der Alten Kremper Stadtgilde. Nach zwei Jahren Corona ein willkommener Anlass sich mit dem gesamten Vorstand und geladenen Gästen im großen Ratssaal zu treffen. Die Grußworte des Bürgermeisters waren eine Wohltat in unseren Ohren, zumal sie wie üblich mit einer nicht unerheblichen Bitternspende endeten. Die erste wichtige Formalie der Versammlung war die Wahl der Gildebrüder Jens Engelbrecht und Hans Lorentzen in den erweiterten Vorstand, da sie die Positionen der vorzeitig ausgeschiedenen Bischoff und Reincke übernehmen. Nach zügiger Verlesund der aktuellen Protokolle und eines einwandfreien Kassenberichtes wurde der Vorstand einstimmig bei eigener Enthaltung entlastet.

Wer bis hierher gelesen hat wird nicht länger auf die Folter gespannt, denn es folgte nun die folgenschwere Beratung und Beschlussfassung über das diesjährige Gildefest. Gilde 2022 wird gefeiert, allerdings entgegen dem Trend alle Vorsichtsmaßnahmen fallenzulassen, mit einigen Besonderheiten. Der Umzug am Montagvormittag wird nicht beim Bürgermeister, Hauptmann und Ältermann einkehren, sondern es wird eine große gemeinsame Einkehr geben. Details hierzu werden auf der Generalversammlung, auf dieser Webseite und der Gilde-WhatsApp-Gruppe bekannt gegeben. Ob der Tatsache, dass es dieses Jahr einen der längsten Ummärsche aller Zeiten geben wird, regete der Schützenmeister an, sich gleich mit dem gesamten Zug für das Deutsche Sportabzeichen anzumelden. Der Gildeball wiederum darf nur mit einem gültigen, offiziellen PCR- oder Schnelltest besucht werden. Es wird die Möglichkeit geschaffen, sich direkt an der Willi-Steinmann-Halle testen zu lassen. Die Jungschaffer witterten Morgenluft, sich besonders hervorzutun und boten sich als Laborärzte in spe an. JS Rentz murmelte etwas von „familiärer Vorprägung“.

HMiR Pörschke sowie FSiR Aurich sind nach 50 Jahren Gildetreue neu in den Kreis der Ehrenmitglieder aufgenommen worden.

Zum Jahresende endet die Amtszeit unseres Ältermannes Manfred Riemann, der sich aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Wiederwahl stellt. Der Gildeschreiber Jan Vierth ließ verlauten, dass er sein Amt aus persönlichen und familiären Gründen schweren Herzens zum Jahresende zur Verfügung stellt. Vielleicht gelingt es uns Jan und Katja mit genügend Unterstützung doch noch zum Bleiben zu bewegen. Helft alle mit!

Wir befinden uns im 481. Gildejahr. Blickt man auf die letzten zwei Jahre zurück, waren es doch starke Einschnitte in unser Gildeleben, die man in späteren Jahren beim Lesen der alten Protokolle sicherlich mit den gildelosen Jahren nach dem Krieg vergleichen wird, wenn auch die Gründe dafür lange nicht so schwerwiegend, aber keinesfalls einfach waren.

Also auf ein Neues Brüder:innen, auf das Wohl der Gilde!


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